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Wasserleitungen mit einem Hauswasserfilter schützen

Hauswasserfilter müssen seit 2012 in neuen Gebäuden mit Metallrohren installiert werden. Aber auch wenn es nicht zwingend notwendig ist, einen Hauswasserfilter zu verwenden, ist es empfehlenswert, ihn einbauen zu lassen. Das Leitungswasser legt vom Wasserwerk bis zum Hausanschluss einen weiten Weg zurück und kann mit Metallspänen, Rost und Sand kontaminiert werden. Ein Hauswasserfilter ist in der Lage, diese Verschmutzungen zu entfernen. Er schützt die Leitungen und die Geräte vor Korrosion und Schäden. Es gibt verschiedene Hauswasserfilter, sodass es notwendig ist, sich über die verschiedenen Arten zu informieren. Anschließend kann der richtige Hauswasserfilter eingesetzt werden.

Die wichtigsten Informationen im Überblick

Die DIN-Normen EN 806 und 1988 verpflichten die Besitzer von Neubauten, Metallrohre mit einem Hauswasserfilter auszustatten. Für Kunststoffrohre wird dagegen eine ausdrückliche Empfehlung ausgesprochen. Es wird außerdem vorgegeben, dass der Hauswasserfilter von einem Profi montiert werden muss. Die Installation des Hauswasserfilters erfolgt unmittelbar hinter dem Wasserzähler. Der Hauswasserfilter sorgt dafür, dass grobe Verschmutzungen zurückgehalten werden. Er kann ohne oder mit Rückspülventil verfügbar sein. Hauswasserfilter ohne Rückspülventil sind Verbrauchsprodukte und müssen regelmäßig gewechselt werden. Modelle mit Rückspülventil ermöglichen eine selbstständige Reinigung durch den Hausbesitzer.

Wasser aus Wasserhahn

Wie wichtig ist ein Hauswasserfilter für Wasserleitungen und Geräte?

In Deutschland wird das Leitungswasser so streng kontrolliert und reguliert, wie in fast keinem anderen Land sonst. Das genügt den meisten Menschen schon, denn sie verlassen sich auf die Arbeit der Wasserwerke. Sie glauben, dass das aus dem Hahn fließende Leitungswasser sauber genug ist. Allerdings haben sie vergessen, dass der Weg zwischen Wasserwerk und dem Hausanschluss für Verunreinigungen sorgen kann. Rost, Sand und andere Verschmutzungen können dann darin enthalten sein. Befindet sich auf dem Weg, den das Wasser zurücklegen muss, eine Baustelle, kann es sich sogar braun verfärben. Wer einen Hauswasserfilter nutzt, kann sich darauf verlassen, dass er das Wasser vor der Verwendung reinigt. Per Gesetz sollen nicht nur Wasserwerke für sauberes Wasser verantwortlich gemacht werden, die Verbraucher sollen es auch. Daher wurde beschlossen, dies für alle Neubauten mit Rohren aus Metall zu verpflichten.

Wer sich zusätzlich über Hauswasserfilter informieren möchte, kann das auf dieser Seite vornehmen.

Wie ist ein Hauswasserfilter aufgebaut und wie funktioniert er?

Ein Hauswasserfilter ist ein kleines Gerät, das von einem professionellen Monteur hinter dem Wasserzähler befestigt wird. Im Inneren des Hauswasserfilters befinden sich mehrere Filter, die vom Wasser durchdrungen werden, das dann innen weiterfließt. Die Form der Filter ist länglich, sodass sie auch Filterkerzen genannt werden. Um die Filter nutzen zu können, ist kein Stromanschluss erforderlich, was sich als vorteilhaft erweist. Im Gegensatz dazu benötigen elektrische Entkalkungsanlagen einen.

Die Filter sind rundherum abgedeckt. Diese Abdeckung wird auch Filtertasse genannt. Dort werden die gefilterten Verunreinigungen aus dem Wasser gesammelt. Die Filtertasse setzt sich meistens aus durchsichtigem Kunststoff zusammen. Falls nicht, befindet sich dort ein kleines Fenster, das Einsicht ermöglicht. So kann der Nutzer sofort sehen, ob das der Filter schon so stark verschmutzt ist, dass er gereinigt oder ausgetauscht werden muss.

In der Regel sind Filtertassen nicht vollständig durchsichtig, was bei vielen Menschen Fragen aufwirft. Das hat aber einen wichtigen Grund, denn es hat keinen optischen Anlass. Vielmehr schützen grau oder blau gefärbte Filtertassen das darin stehende Wasser vor UV-Strahlung. Das reduziert die Gefahr, dass sich in den Rohren Algen bilden könnten. Es ergibt vor allem dann Sinn, wenn die Hausbesitzer in Urlaub sind und das Wasser für einen längeren Zeitraum in der Tasse steht.

Soll es ein Hauswasserfilter ohne oder mit Rückspülventil sein?

Hauswasserfilter gibt es ohne oder mit Rückspülventil. Sie unterscheiden sich darin, dass die Modelle mit Rückspülventil sich einfacher reinigen lassen. Ein Hauswasserfilter ohne Rückspülventil ist nicht so langlebig und wird lediglich verbraucht. Ist eine bestimmte Zeit vergangen, muss der Filter durch einen neuen ersetzt werden. Die DIN-Norm EN 806-5 schreibt vor, dass ein solcher Filter spätestens nach einem halben Jahr gewechselt werden muss. Filter ohne Rückspülventil können nicht gereinigt und weiterverwendet werden.

Wer weiterführende Informationen über einen Wasserfilter fürs Haus sucht, kann das zum Beispiel hier tun.

Hauswasserfilter mit einem Rückspülfilter lassen sich einfach und komfortabel selbst reinigen. Daher werden diese Modelle auch am häufigsten verwendet, da sie auch behilflich sind, Geld einzusparen. Wenn eine Rückspülung vorgenommen wird, wird der Fluss des Wassers kurzzeitig in die andere Richtung gelenkt. Dann fließt sauberes Wasser nach außen. Das sorgt dafür, dass alle Verschmutzungen aus dem Filter herausgespült werden. Es gibt hochwertige Hauswasserfilter, die mit sehr kleinen Filterbürsten ausgestattet sind. Damit ist eine noch gründlichere Reinigung möglich. Es gibt ein Gesetz, in dem vorgeschrieben wird, dass Hauswasser filter mit Rückspülventil nach der Nutzung von zwei Monaten gesäubert werden müssen. Um das erledigen zu können, muss entweder das Kugelventil oder das Umschaltventil geöffnet werden. Das hängt von der vorhandenen Anlage ab.

Darüber hinaus gibt es noch benutzerfreundlichere Hauswasserfilter, die sich automatisch selbst reinigen können. Wer einen solchen Filter besitzt, muss sich nicht mehr selbst um die Reinigung kümmern. Diese Aufgabe übernimmt der Filter wiederkehrenden Abständen alleine.

Falls das Leitungswasser sehr stark verunreinigt ist, kann es notwendig sein, die Rückspülung öfter durchzuführen als es der Gesetzgeber vorschreibt. Das kann zum Beispiel am Wasserdruck erkannt werden. Wenn er deutlich schwächer wird, kann der Hauswasserfilter seine Leistung nicht mehr komplett erbringen. Dann ist eine Rückspülung unumgänglich. Nach dem Reinigen steigt der Wasserdruck wieder auf seine gewohnte Stärke an.

Wer ein Ferienhaus möchte und für die Wasserleitungen Metallrohre verwendet, muss auch dort einen Hauswasserfilter von einem Fachmann anbringen lassen.

Welche Verunreinigungen werden durch einen Hauswasserfilter beseitigt?

Je nach Porengröße der Filterkerze in einem Hauswasserfilter werden Verunreinigungen zwischen circa 80 und 100 um aus dem Wasser herausgefiltert. Zu diesen Partikeln gehören zum Beispiel Rost, Metall, Sand und alle weiteren gelösten Substanzen und Stoffe.

Es gibt verschiedene Hersteller, in deren Sortiment sehr feinporige Filterkerzen als Ersatzfilter oder Zubehör angeboten werden. Damit lassen sich noch kleinere Stoffe aus dem Wasser filtern. Standardmäßig sind Filterkerzen mit circa 80 um im Lieferumfang enthalten. Sie können aber optional durch einen fünf um Filter ersetzt werden. Dabei handelt es sich um einen sehr feinen Filter, der auch in der Lage ist, Bakterien aus dem Leitungswasser zu beseitigen.

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