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Marder auf dem Dachboden – So werden Sie den ungebetenen Gast schnell wieder los!

Wenn sich ein Marder auf dem Dach des Hauses breit macht, dann kann dies zu einer ganz schönen Plage werden. Die kleinen, unerwünschten Untermieter machen auf dem Dachboden viel Dreck, sind so laut, dass die Bewohner um den Schlaf gebracht werden und richten zum Teil einen erheblichen Schaden an der Dämmung des Dachbodens an. Dadurch können wiederum Wärmebrücken entstehen, wodurch die Bildung von Schimmel unterstützt wird. Wie die Raubtiere im Dach wieder vertrieben werden können – und zwar langfristig – zeigt der folgende Beitrag.

Wenn die Dämmwolle auf dem Dachboden plötzlich zerfetzt ist, eine laute Geräuschkulisse herrscht und sich ein übelriechender Geruch ausbreitet, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich auf dem Dachboden des Hauses ein Marder eingerichtet hat. In Deutschland handelt es sich in diesem Fall in der Regel um den Steinmarder. Dieser ist eine hundeähnliches, süß aussehendes Raubtier, welches sehr gut klettern kann und damit schon einige Hausbesitzer um den Verstand gebracht hat.

Problematisch ist dabei, dass Marder nachtaktiv und sehr schau sind. Die Menschen selbst werden vom Steinmarder gemieden, dennoch nächtigt er in den Häusern gerne umher. Zu Gesicht bekommen werden den Steinmarder live nur die Wenigsten. Deshalb ist es wichtig, die Spuren und Geräusche, welche die Tiere verursachen, rechtzeitig richtig zu deuten. Denn, wenn ein Marder lange Zeit ungestört sein Unwesen treiben kann, kann er große Schäden anrichten. Weitere Informationen und nützliche Gegenmaßnahmen bei Steinmardern im Dach gibt es in diesem Ratgeber.

Marder auf Dachboden

Wie kann der Marder im Dach erkannt werden?

Damit am Haus keine großen Schäden durch das Tier angerichtet werden können, muss dieser rechtzeitig bemerkt werden, damit entsprechende Maßnahmen zur Vertreibung eingeleitet werden können. Die folgenden Anzeichen sprechen dafür, dass sich ein Marder im Haus niedergelassen hat:

  • Die Geräusche des Marders: Auf dem Dachboden sind krabbelnde Geräusche zu hören, verstärkt am frühen Morgen oder am Abend. Die Marder halten sich nicht dauerhaft auf dem Dachboden auf, sondern suchen ihren Rückzugsort zum Fressen und Schlafen auf. Zwischen den Monaten April und September sind die Tiere besonders aktiv. Die Dachböden sollten in dieser Zeit regelmäßig kontrolliert werden.
  • Kotspuren: Ein Marder auf dem Dachboden kann durch seine Kotspuren nachgewiesen werden. Die Form des Kots ist länglich und zwischen acht und zehn Zentimetern lang. Oft lassen sich in dem Kot noch nicht verdaute Komponenten, wie Federn oder Kerne ausmachen.
  • Nahrungsreste: Der Marder lässt auf dem Dachboden oft noch Nahrungsreste liegen. Besonders gerne fressen die Tiere kleinere Vögel – Feder- oder Knochenreste auf dem Dachboden sprechen also für einen Marder.
  • Schäden in der Dachisolierung: Die Isolierung des Dachs sollte ebenfalls regelmäßig auf Spuren eines Marders untersucht werden. Dämmstoff, in dem sich ein Loch befindet, muss zeitnah ausgetauscht werden, bevor sich hier Schimmel bilden kann.

So kann der Marder vertrieben werden

Bei Mardern greift das Jagdrecht. Das bedeutet, dass ein Marder nur getötet oder gefangen werden darf, wenn die jeweilige Person einen Jagdschein besitzt. Um den Marder langfristig aus dem Dach zu vertreiben und zu verhindern, dass nicht schon bald ein neuer Marder einzieht, sollten die folgenden Schritte ausgeführt werden.

Verscheuchung des Marders

Im ersten Schritt ist es wichtig, den Marder vom Dachboden zu verscheuchen. Laute Geräusche sind dabei sehr hilfreich. Beispielsweise kann der Dachboden mehrere Male am Tag aufgesucht werden oder dort ein Radio platziert werden, das über den Tag laute Musik spielt. Sobald die Geräusche des Tieres vernommen werden, sollte zum Beispiel auch an die Decke zum Dachboden geklopft werden und zusätzliche Geräusche erzeugt werden. Eine nur kurzfristige Wirkung haben dagegen oft die typischen Hausmittel, die gegen Marder eingesetzt werden sollen, wie Hundehaare oder gemahlener Pfeffer. Die Marder sind sehr anpassungsfähig und gewöhnen sich an diese Gerüche schnell, sodass sie oft in einigen Tagen wieder zurückkehren.

Zugänge des Marders absperren

Wenn der Marder nicht mehr auf dem Dachboden zu finden ist, sollten die Zugänge, die er nutzen kann, um ins Haus zu gelangen, abgedichtet werden. Ein Marder kann schon durch ein Loch, das lediglich einen Durchmesser von fünf Zentimetern aufweist, auf den Dachboden gelangen. Die Dächer sind besonders bei Altbauten oft nicht isoliert, sodass die Marder zwischen den losen Dachziegeln ohne Probleme ins Haus gelangen können. Die Dachziegel können von den Tieren sogar nach oben gedrückt werden. Das Schlupfloch des Tieres muss also identifiziert und entsprechend abgedichtet werden. Diese Arbeit kann gut und gerne der eines Detektivs gleichen. Hilfreich ist es, nach Spuren auf der Außenwand des Hauses zu suchen. Oft nutzen die Marder einen Baum oder eine Dachrinne, um auf das Dach zu gelangen. Wenn eine geharkte Sandfläche um das Haus herum eingerichtet wird, können dort Spuren leicht sichtbar gemacht werden. Wichtig ist, dass sich das Tier nicht mehr im Haus befinden sollte, wenn das Zugangsloch geschlossen wird. Ansonsten könnten bei einem Ausbruchsversuch noch größere Schäden entstehen oder das Tier müsste unter großen Qualen verenden. Darüber hinaus haben die Marder zwischen März und Juli in der Regel Nachwuchs, der bei einem Einsperren des Tieres nicht mehr versorgt werden könnte.

Die letzte Lösung: Jäger oder Kammerjäger

Wenn es den Besitzern des Hauses nicht selbst gelingt, den Marder nachhaltig zu vertreiben, muss die Beauftragung eines Experten erfolgen. Es gibt einige Schädlingsbekämpfer, die sich auf das Aussperren und Verscheuchen von Mardern und viele weitere spezialisiert haben. Sie sind in der Lage, die Eingänge des Marders schnell zu entdecken und sicher zu verschließen. Das Stellen von Fallen ist allerdings ausschließlich Jägern mit einer Fangberechtigung vorbehalten. Getötet werden dürfen die Tiere auch von ihnen nur außerhalb der sogenannten Schonzeiten.

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